Foto: Manfred Schimmel / Pixelio.de

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Umweltskandal im Wasserschutzgebiet in Dollern und die Behörde handelt nicht sofort

„Warum ist die vor Ort zuständige Behörde und der Landkreis Stade erst nach erneuter Nachfrage auf die illegale Ölentsorgung im Wasserschutzgebiet tätig geworden“, fragte Karin Aval, Mitglied der Grünen Kreistagsfraktion, im Kreisabfallausschuss. Die Antwort der Kreisverwaltung machte Kommunikationsmängel deutlich. Am Wochenende (15.11.) wurden im Wasserschutzgebiet Dollern illegal entsorgte Ölfässer und- kanister entdeckt, aus denen Altöl ins Erdreich ausgetreten ist.

Sie wundert sich, warum beide Behörden erst am Montag nach erneuter Nachfrage tätig geworden sind, obwohl die Meldung bei der Polizei direkt erfolgte. „Bei der illegalen Entsorgung von gefährlichen, wassergefährdenden Abfällen handelt es sich um eine Straftat, nicht nur um eine Ordnungswidrigkeit“, betont Karin Aval. Dies sei im Stader Tageblatt au Basis der Auskunft des Kreises fälschlich berichtet worden. „Gerade in Wasserschutzgebieten entsteht ein erhebliches Gefährdungspotenzial durch verunreinigte Böden für das Grundwasser“, so die Grüne Abfallexpertin.

„Es muss eine Verbesserung der Kommunikationswege zwischen den zuständigen Behörden erreicht werden, um die Einleitung von Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen unverzüglich einleiten zu können“, so die Forderung der Grünen Kreistagsfraktion. Karin Aval weiß, dass die Strukturen vorhanden sind. Die Verunreinigung von Böden und Gewässern sollte als ebenso wichtiges Umweltdelikt und Problem gesehen werden wie ausgelaufenes Öl auf den Straßen. „Hier wird sofort gehandelt und auch am Wochenende die Straßen abgestreut“, hebt sie hervor.

Fotoquelle: Manfred Schimmel / pixelio.de

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