Containerschiff auf der Elbe

Das Ausbaggern der Elbe beginnt! Die Durchsetzung der Elbvertiefung ist eine Machtdemonstration Hamburgs mit schwerwiegenden Folgen für die gesamte Niederelbe!

Kommentar zur Elbvertiefung: Jetzt geht das Ausbaggern los!

Die umweltpolitische Sprecherin der GRÜNEN niedersächsischen Landtagsfraktion, Imke Byl, formuliert es (wie ich finde viel zu seicht) folgendermaßen: „Die Elbvertiefung ist und bleibt ein Fehler.“ (vgl. Link der GRÜNEN dazu).

Die Elbvertiefung ist mehr als ein Fehler, es ist nicht so harmlos, sondern eine Machtdemonstration Hamburgs und der WSV nach dem Motto: Wir bestimmen darüber, wie die ganze Elbe als Fahrrinne für den Hamburger Hafen auszusehen hat!

Ich würde sogar noch weiter gehen und sagen, die Durchsetzung der Elbvertiefung ist eine von Hamburg und der WSA gegen umweltpolitische, volkswirtschaftliche und finanzpolitische sowie rechtliche  Bedenken durchgezogene Machtdemonstration und Maßnahme mit absehbar schwerwiegenden Folgen für die gesamte Niederelberegion, leider auch unter Mithilfe der Hamburger GRÜNEN!

Besonders unverständlich dabei ist, dass im März und April 2012 übrigens auch die beiden Landesregierungen in Schleswig-Holstein, (bestehend aus SPD und GRÜNEN) und in Niedersachsen (bestehend aus CDU und FDP; Ministerpräsident war David McAllister) ihr Einvernehmen mit dem Planfeststellungsverfahren erklärt und für Hamburg ein bis dahin noch wichtiges Hindernis zur Vertiefung der Elbe abgeräumt haben! Nicht vergessen darf man dabei, dass auch die GRÜNEN in Hamburg und Schleswig-Holstein diese Maßnahme mit zu verantworten haben!

Bitteres Fazit: Hamburg bestimmt und entscheidet darüber, wie die Elbe als Fahrrinne für den Hamburger Hafen auszusehen hat (deshalb lautet der offizielle Titel dieser Maßnahme auch  verharmlosend Fahrrinnenanpassung und nicht Elbvertiefung) und setzt dies gegen alle Widerstände und berechtigte Kritik einfach durch!

Es bleibt dabei, wir sollten weiterhin unsere Kritik aufrecht erhalten und die Folgen dieser Elbvertiefung genau dokumentieren (so bitter es auch ist), denn auch in diesem Fall, (wie im Fall des A 380, insbesondere der Bau der Frachtversion in Hamburg, mit der AIRBUS und Hamburg die ganze Maßnahme im Mühlenberger Loch und der Verlängerung der Start-/Landebahn gegen jede berechtigte Kritik einfach durchgezogen hat, wird ab 2020 mit dreistelligen Millionenbeträgen vom Staat ganz ad acta gelegt!), so meine Prognose, wird sich spätestens in zwei bis drei Jahren herausstellen, dass wir bei der Elbvertiefung als Kritiker mit unseren Befürchtungen und Bedenken genauso recht hatten! 

Es hätte so laufen müssen: Die Hamburger akzeptieren die Gegebenheiten in der Elbe, lassen die Finger von einer weiteren Elbvertiefung, und die Riesenpötte laufen in den von Niedersachsen neu gebauten Tiefwasserhafen nach Wilhelmshaven!

23. Juli 2019,

Harm Paul Schorpp

Hierzu auch der Link:

https://gruene-kv-stade.de/aktuelles/aktuelles-volltext/article/die_elbvertiefung_ist_und_bleibt_ein_fehler/

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