GRÜNE fordern: Keine Container-KiTa in Jork-Königreich (siehe Foto)

Am 20.06.2017 hat der Rat der Gemeinde Jork einstimmig beschlossen, dass in Jork-Königreich für die Este-Gemeinden neben der Grundschule eine weitere KiTa gebaut werden soll. Das ist eine gute Nachricht für alle (angehenden) Eltern, denn in der Vergangenheit kam es bereits zu Engpässen und das bei weiter steigendem Bedarf. Deswegen soll die KiTa auch möglichst schnell gebaut werden, denn die Zeit drängt.

Bereits auf der letzten Sitzung des Ausschusses für Jugend, Soziales und Sport am 13.06.2017 hatte die Verwaltung vorgetragen, wie der Bau ihrer Meinung nach umgesetzt werden sollte. Man habe sich nach eingehender Prüfung für die Errichtung der KiTa in „Pavillonbauweise“ entschieden. Die Gemeinde Hammah hätte bereits eine derartige Einrichtung aufgestellt, die man besichtigt und für gut befunden habe. Außerdem könne man durch diese kostengünstige Variante viel Geld sparen.

Bei Betrachtung der vorliegenden Fotos (hierzu das vorne auf der Seite beigefügte Foto von der Containerbauweise) wurde sehr schnell klar, dass das Gebäude in Hammah in Containermodulbauweise errichtet wurde, von außen also mit den bekannten Metallwänden bestückt, die den lieblosen Charm einer Industriehalle versprühen.

Dieser Vorschlag sollte, wie auf Nachfrage versichert wurde, kein Provisorium sein, mit dem man vorübergehend auf die steigenden Kinderzahlen reagiert, sondern eine tragfähige Lösung für die nächsten 25 Jahre.

Aber Kinder brauchen doch eine Umgebung, die sie inspiriert, die ihre Kreativität anregt und die eine gewisse Wärme ausstrahlt!

Und ist der Gemeinde Jork nicht bewusst, dass eine solches Gebäude für Anlieger und Touristen gleichermaßen abstoßend ist und die Attraktivität des Ortes weiter mindert?

Was ist mit den Klimaschutzzielen, die die Gemeinde auf ihre Fahnen geschrieben hat, stehen die nur auf dem Papier?

Wie steht es mit dem Schallschutz, dem Raumklima und der Wohngesundheit in solch einem Gebäude? Kinder sind bekanntermaßen wesentlich empfindsamer und anfälliger als Erwachsene.

Obwohl von dem Vertreter der GRÜNEN im Rat, Klaus Sohns, auf die Mängel der Containerbauweise hingewiesen wurde, wurde sein Antrag, die Gemeinde möge alternative Entwürfe mit anderen Baumaterialien, höheren Standards und besserer Optik vorlegen, von allen übrigen Ausschussmitgliedern abgelehnt.

Erst als in der Zeitung ein ausführlicher Bericht über die Pläne der Verwaltung stand und sich daraufhin kritische Bürger dagegen aussprachen, kam Bewegung in die Sache. Auf der Ratssitzung outeten sich auch Angehörige anderer Fraktionen als Gegner der Containerbauweise und die Stimmung kippte. Schließlich einigte man sich mehrheitlich darauf, dass die Verwaltung weitere Entwürfe in Modulbauweise vorlegen solle. Das ist zweifellos ein Erfolg, aber erst die Zukunft wird zeigen, ob sich eine nachhaltige und kindgerechte Bauweise durchsetzt.

P.s.:

Am 22.06.2017 stand im Buxtehuder Tageblatt, dass die Gemeinde Hammah ihre Container-KiTa nur als Übergangslösung ansieht und in naher Zukunft einen Neubau plant. So passend und dauerhaft, wie von der Verwaltung behauptet, scheint diese Lösung auch in ihren Augen nicht zu sein.

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